Hautschutzseminare - Gesundheitspädagogische Schulung

Hautschutzseminare werden mit dem Ziel angeboten, den Versicherten den Verbleib im Beruf zu ermöglichen. Hautschutzseminare gehören zu den im "Stufenverfahren Haut" aufgeführten Maßnahmen nach § 3 BeKV. Wir gewährleisten die Einhaltung der aktuellen Qualitätsstandards der DGUV für Hautschutzseminare.

Weitere Informationen entnehmen Sie der Broschüre Hautschutzseminare - Information für den UV-Träger .

Corona-Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die ASIP-Erstseminare (Allgemeine Sekundäre Individualprävention) auch während der Corona-Pandemie in unveränderter Form angeboten werden. Zur Vermeidung unnötiger Reisen werden die regelhaften Nachuntersuchungen und Nachberatungen im Sinne der ASIP-Zweitseminare zunächst bis auf Weiteres pausiert. Teilnehmenden der Erstseminare, die einer Nachberatung bedürfen, wird diese aber individuell angeboten.

Indikationen

Die Indikation zur Teilnahme an einem ambulanten Hautschutzseminar (Ebene der sekundären Individualprävention; SIP) besteht nach erfolgter Meldung beim Unfallversicherungsträger (z. B. mittels Hautarztbericht oder sonstiger Meldung) bei Anhaltspunkten für das Vorliegen einer beruflich bedingten Hauterkrankung (gemäß Stufenverfahren Haut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung).

Für die Teilnehmenden umfasst das gesundheitspädagogische Seminar ein zweitägiges Seminar in Osnabrück. Die Seminare erfüllen die von der DGUV veröffentlichten Qualitätsstandards für ambulante Hautschutzseminare im Stufenverfahren Haut (376.8-5101).

Ziel der Maßnahme

Aufgrund der Untersuchung und Beratung durch erfahrene Berufsdermatologen werden die Versicherten medizinisch optimal betreut. Während des ärztlichen Beratungsgesprächs erhalten die Versicherten Therapievorschläge. Während eines gesundheitspädagogischen Einzelgesprächs werden konkrete individuelle Hautschutzmaßnahmen erarbeitet, um das Hautschutzverhalten positiv zu beeinflussen.

Im Hautschutzseminar erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Informationen über die Entstehung und Prävention von berufsbedingten Hauterkrankungen. Die Teilnehmer erlernen Problemlösungsstrategien und entwickeln Handlungskompetenzen bezüglich ihrer Erkrankung.

Ziel für den Unfallversicherungsträger

Der Unfallversicherungsträger erhält zeitnah nach Durchführung eines Gesundheitspädagogischen Seminars einen detaillierten Bericht. Dieser enthält u. a. eine diagnostische Einordnung des Erkrankungsbildes und Kausalitätseinschätzung, Therapie-, Hautschutz- sowie Arbeitsschutzempfehlungen. Diese Informationen erleichtern die Entscheidungen über das weitere Vorgehen im jeweiligen Fall.

Ablauf des ASIP-Seminars

  • Ganztägiges Hautschutzseminar
  • Dermatologische Untersuchung, Beratung und Therapieempfehlungen
  • Ergänzende Diagnostik und Verlaufsdokumentation
  • Gesundheitspädagogische Einzelberatung, in dem die Auswahl und Anpassung tätigkeitsspezifischer Schutzhandschuhe erfolgt (welche einmalig zu Lasten des UV-Trägers zur Verfügung gestellt)