Stationäres Heilverfahren

Indikationen

Die Indikationen für die Einweisung zu einem stationären Heilverfahren im Auftrag von Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung entsprechen sowohl den im Workflow zum Stufenverfahren Haut im BIS als auch im Operation-Manual des DGUV-Projektes ROQ (medizinisch-berufliches Rehabilitationsverfahren Haut – Optimierung und Qualitätssicherung des Heilverfahrens) niedergelegten Indikationen.

Hierbei handelt es sich im Einzelnen um

  • „Klassische tertiäre Individualprävention bei berufsbedingten Hauterkrankungen“ (TIP), d. h. Abwendung der drohenden Gefahr einer Berufsaufgabe aufgrund einer Berufserkrankung nach Nr. 5101 der BKV mit dem Ziel der Ermöglichung eines langfristigen Berufsverbleibes.
  • Refresher-TIP - zumeist bei älteren Versicherten mit schweren berufsbedingten Hauterkrankung zur Ermöglichung eines Berufsverbleibes
  • Heilverfahren zur Minderung der Berufskrankheitenfolgen bei bereits eingetretener Berufserkrankung nach Nr. 5101 der BKV
  • weitere Indikationen, insbesondere zur Diagnostik und Verlaufsbeobachtung, z. B. bei unklarer Kausalität zur Abgrenzung einer berufsbedingten von einer berufsunabhängigen Hauterkrankung.

Leistungen

Der stationäre Aufenthalt umfasst in vollem Umfang alle im Operation-Manual des DGUV-Projektes ROQ niedergelegten umfangreichen berufsdermatologisch-allergologischen, gesundheitspädagogischen, ergotherapeutischen und gesundheitspsychologischen Maßnahmen.

Dies beinhaltet insbesondere den aus Sicht des Versicherten sehr günstigen Personalschlüssel (Arzt-Patient; Therapeut-Patient) gemäß Operation-Manual und das Berichtswesen an den Unfallversicherungsträger mit detaillierter schriftlicher Berichterstattung am Tag der Entlassung unter Berücksichtigung der versicherungsrechtlich relevanten Kausalitätsbeurteilung und berufsdermatologischen Prognose.

Die Vergütungssätze für die stationäre Rehabilitationsmaßnahmen entsprechen den Ausführungen des DGUV-Rundschreibens 0413/2010 vom 03.08.2010 (siehe dazu auch DGUV-Rundschreiben 0157/2010 vom 23.03.2010 und 032/2005 vom 17.10.2005).