EU Projekt "StanDerm" liefert Mindeststandards zur Prävention beruflicher Hauterkrankungen

 

Was kann auf europäischer Ebene gegen die Bekämpfung von berufsbedingten Hautkrankheiten getan werden? Antworten auf diese Frage gibt das Forschungsprojekt  "StanDerm" - Entwicklung und Implementierung von europäischen Standards für die Prävention von berufsbedingten Hauterkrankungen.

Auf der Abschlussveranstaltung im Mai 2017 in Berlin präsentierten Dermatologen und Arbeitsmediziner aus 31 Ländern ein wissenschaftlich fundiertes Positionspapier mit Mindeststandards zur Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung berufsbedingter Hauterkrankungen.

 »Wir sind froh, mit der Dermatologie der Universität Osnabrück federführend bei der Entwicklung europäischer Standards für die Bekämpfung berufsbedingter Krankheiten zu sein«, so Prof. Swen Malte John, Vorsitzender des StanDerm Projekts und wissenschaftlicher Leiter des iDerm.

Rund 40 Prozent aller berufsbedingten Krankheiten in der Europäischen Union sind Hautkrankheiten. Folgen sind großes Leid bei den Betroffenen und ein wirtschaftlicher Schaden von über fünf Milliarden Euro pro Jahr. Bisher fehlte eine europaweite Zusammenarbeit. »Das Projekt ‘StanDerm‘ ist ein wichtiger Schritt dorthin. Indem wir europäische Standards für die Prävention und Bekämpfung von berufsbedingten Hautkrankheiten entwickelt haben, verbessern wir nicht nur die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas, sondern helfen vor allem den Betroffenen«, erklärt  Swen Malte John.

"StanDerm" ist Teil des Europäischen Rahmenprogramms für wissenschaftliche Zusammenarbeit "COST" und wurde von der Europäischen Union für vier Jahre aus den Mitteln des "Horizont 2020 Forschungsfonds" mit ca. 700.000 Euro gefördert.

Aktuelle Ergebnisse von StanDerm sind gemeinsam mit dem Mindeststandard-Positionspapier im Journal der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venereologie (JEADV) publiziert.

Einen Pressebericht über die Arbeit von StanDerm und erfolgreiche Abschlussveranstaltung finden Sie hier.