Innovationspreis Dermatologie 2018

© Dr. Michael Gillner/VideoART Prof. Swen Malte John (2.v.r.) und Dr. Christine Zollmann erhalten den BVDD Innovationspreis 2018 von Dr. Ralph von Kiedrwoski (1.v.l.) und Prof. Dr. Klaus Fritz (1.v.r.) auf der Fachtagung DERM in Frankenthal

Zum achten Mal würdigte der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) innovative Projekte, die den Behandlungserfolg von Patienten in der dermatologischen Praxis verbessern. Als einer der Preisträger wurde Prof. Swen Malte John, Direktor und Chefarzt des iDerm, ausgezeichnet.

Der von Prof. Swen Malte John geleiteten „StanDerm“-Initiative  (www.standerm.eu) ist es gelungen, erstmals auf europäischer Ebene Mindeststandards für die Prävention, Früherkennung und Behandlung von berufsbedingten Hauterkrankungen zu definieren.

Am „StanDerm“-Projekt, das im Rahmenprogramm „EU-Horizon2020“ der EU- Kommission verankert ist, haben Wissenschaftler und Kliniker aus 31 Ländern einschließlich Kanada teilgenommen. Im Fokus standen dabei vor allem Kontaktekzeme und Kontakturtikaria sowie berufsbedingter Hautkrebs.

„Das Projekt hat der Stimme der Dermatologie nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht, sondern auch auf der Ebene der politischen Entscheidungsträger, einschließlich der UN-Institutionen, erhebliches zusätzliches Gewicht verschafft“, erläutert John, der die Abteilung Dermatologie und das Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück (iDerm) leitet. Insbesondere sei so die Tür für Gespräche und regelmäßige Hearings im europäischen Parlament sowie für unmittelbare Verhandlungen mit dem zuständigen Kommissar weit geöffnet worden. Zudem fänden dermatologische Belange auch in maßgeblichen Gremien von WHO und ILO eher Berücksichtigung – beispielsweise bei den Verhandlungen zum ICD-11 auf der Ebene der WHO sowie bei den Verhandlungen zur weltweit verbindlichen ILO-Liste beruflicher Ekrankungen.

„So konnten bis dato Dermatologie-freie Räume für unser kleines Fach erobert werden“, lautet Johns Fazit. Verantwortlich dafür ist seinen Angaben zufolge die Schaffung von internationalen Forschernetzwerken wie „StanDerm“, die wissenschaftlich begründet klare Ziele für eine Verbesserung der Versorgung in der Hand des Dermatologen definieren und diese durch dermatologische Präsenz in Entscheidungsgremien national und international umzusetzen suchen.