Stationäres Heilverfahren

Die Indikation zur Teilnahme an einem stationären Heilverfahren (tertiäre Individualprävention - TIP) besteht insbesondere bei ambulant therapieresistenten, chronischen bzw. schwere Berufsdermatosen.

Der behandelnde Hautarzt sowie der betreuende Betriebsarzt erhalten jeweils (sofern eine Zustimmung seitens des Patienten bzw. Mitarbeiters hierfür vorliegt) unmittelbar nach Entlassung aus dem stationären Heilverfahren einen umfassenden Bericht bezüglich der durchgeführten diagnostischen, therapeutischen und Hautschutz-/Handschuh-Beratungsmaßnahmen.

In der Regel wird sich an das stationäre Heilverfahren ein ambulantes Heilverfahren beim Hautarzt zu Lasten des Unfallversicherungsträgers anschließen.

Dem Patienten bzw. Mitarbeiter sollte im Vorfeld einer solchen Maßnahme mitgeteilt werden, dass in der Regel die Lohnfortzahlung durch den Unfallversicherungsträger gewährleistet ist, keine weiteren Kosten für den Arbeitgeber entstehen und dem Arbeitgeber auch wesentliche Aufgaben im Rahmen des betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement (gemäß § 84 Abs. 2 SGB IX) im Zuge der Maßnahme abgenommen werden können.

Nach Beendigung des stationären Heilverfahrens stehen wir dem Patienten, dem Hautarzt und dem Betriebsarzt selbstverständlich auch weiter auf Wunsch beratend zur Seite. Dies beinhaltet konkret u. a. regelmäßige Wiedervorstellungen des Patienten zur Verlaufskontrolle und ggf. Nachjustierung der präventiven Maßnahmen je nach Erfordernis drei Wochen nach Beendigung des stationären Aufenthaltes, vier Wochen nach Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit sowie ein bzw. bis zu drei Jahre nach Beendigung des stationären Aufenthaltes.